Erster Workshop zur Leitbildentwicklung für das Regionale Energiekonzept
Am 20. März 2012 haben sich in Prenzlau verschiedene Akteure aus der Region zu einem ganztägigen Workshop zusammengefunden. Auf der Tagesordnung des Workshops stand die gemeinsame Entwicklung eines Leitbildes für das Regionale Energiekonzept.
Eingeladen hatte die Regionale Planungsstelle Uckermark-Barnim, die derzeit in Zusammenarbeit mit Experten ein Regionales Energiekonzept erarbeitet. Das Energiekonzept ist für die strategische Ausrichtung und den erfolgreichen Umbau der Energieversorgung unerlässlich. Besondere Schwerpunkte sind der Ausbau der Erneuerbaren Energien, Maßnahmen zur Effizienzerhöhung und zur Energieeinsparung.
Dr. Holger Kreft (bzr) Foto: Anne Wiesen
Mit dem Leitbild definieren die Akteure der Region gemeinsam das Selbstbild der Region sowie die übergeordneten Ziele, die beim Umbau zu einer nachhaltigen Energieversorgung erreicht werden sollen. Daraus leiten sie dann die Agenda der nötigen Maßnahmen ab. Die Berücksichtigung möglichst vieler Interessengruppen ist daher unerlässlich, da ein Energiekonzept von allen Akteuren einer Region getragen und umgesetzt werden muss.
An dem Workshop nahmen weitere Akteure aus der Region teil, darunter unter anderem Vertreter aus den Verwaltungen der Städte Eberswalde, Prenzlau und Templin sowie der Landkreise Uckermark und Barnim, Mitarbeiter der IHK Ostbrandenburg, der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und Mitarbeiter des lokalen Windenergieunternehmens Enertrag.
Alle Anwesenden betonten die Bedeutung der Erneuerbaren Energien für die Region. Der weitere Ausbau bedeutet für die Region Uckermark-Barnim eine einmalige Chance, die wirtschaftliche Entwicklung aus eigener Kraft zu stärken. Man war sich einig, dass die Energiewende in Brandenburg nur gemeinsam gestaltet werden kann.
Engagierte Vertreter der Gemeinde Uckerland, die bereits ein kommunales Energieleitbild erarbeitet haben, betonten, dass die erwirtschafteten Erträge aus Erneuerbaren Energien in der Region bleiben sollen. Konzepte der Teilhabe gewährleisten, dass Kommunen und Bürger wirtschaftlich von Erneuerbaren Energien profitieren. Dieser Meinung schloss sich die Mehrheit der Akteure an. Teilhabe und regionale Wertschöpfung müssen daher wichtige Pfeiler im Leitbild sein. Denn nur durch die Beteiligung der Bevölkerung kann die Akzeptanz zu den geplanten Maßnahmen sichergestellt werden.
Der Workshop lieferte wichtige Impulse und zeigte zudem, welche klaren Vorstellungen die Akteure bereits von der Energiezukunft ihrer Region haben. In einem zweiten Workshop, der im Juni oder Juli dieses Jahres stattfinden wird, sollen diese Vorstellungen tiefergehend beleuchtet und das Leitbild auf diese Weise konkretisiert werden.
Daniel Schneider (Agentur für Erneuerbare Energien)
