Regionale Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim

GIS-gestützte Landschaftsbildanalyse

Anlass für die Entwicklung einer GIS-gestützen Methode zur Analyse und Bewertung des Landschaftsbildes war die geplante Fortschreibung des Sachlichen Teilplans "Windnutzung, Rohstoffsicherung und -gewinnung" in der Planungsregion „Uckermark-Barnim“.

Grundlage für die Abgrenzung der Windeignungsgebiete ist der Windkrafterlass des Landes Brandenburg vom 24.5.1996, der neben anderen Kriterien (wie Abstand zu Wohngebieten, Artenschutz etc.) dem Landschaftsbild eine besondere Bedeutung beimisst. In dem Erlass heißt es zum Landschaftsbild: „Ermittlung und Darstellung der Bereiche mit besonderer Schönheit, Eigenart und Vielfalt; Darstellung der besonders landschaftsbildprägenden Strukturen (Relief, Ortsränder, Gehölzstrukturen) und Sichtachsen. Sofern Gebiete mit hohem bis sehr hohem Eigenartcharakter oder mit besonderer Schönheit bzw. Vielfalt betroffen sind, ergibt sich hieraus in der Regel ein höherer Untersuchungsbedarf.“ (MUNR 1996, 6).

Eine Analyse der vorliegenden Landschaftsrahmenpläne hat gezeigt, dass eine unmittelbare Ableitung hochwertiger Landschaftsbildräume aus diesen Plänen nicht möglich ist. Für die Planungsregion existieren vier verschiedene Landschaftsrahmenpläne. Jeder dieser Pläne weist einen anderen methodischen Ansatz zur Bewertung des Landschaftsbildes auf, so dass eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse für den Gesamtraum nicht gewährleistet ist. Ein zusätzlicher Aspekt ist der Bearbeitungsstand der Pläne, die z.T. vor 15 Jahre erstellt worden sind.

Ziel des durch die Fachhochschlue Eberswalde erstellten Gutachtens war es daher, ausschließlich auf der Basis digital verfügbarer Daten eine Bewertung des Landschaftsbildes für den Gesamtraum nach einheitlichen Kriterien vorzunehmen, um zu einer nachvollziehbaren und reliablen Bewertung zu kommen.