Aufgaben und Inhalte des Regionalplanes

An den Raum und seine Ressourcen werden vielfältige Nutzungsansprüche gestellt, dazu zählen unter anderem land- und Forstwirtschaftliche Nutzung, die Errichtung von Infrastruktur, der Bau von Siedlungen, die Einrichtung von Flächen für Gewerbe und Industrie und vieles mehr. Ziel ist es durch Steuerung der Raumnutzung, mögliche Konfikte zwischen den einzelnen raumbezogenen Nutzungsinteressen zu vermeiden, indem die überörtlichen und überfachlichen Belange unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Erfordernisse abgewogen werden.

Die Regionalplanung stellt die überörtliche, überfachliche und zusammenfassende Landesplanung im Gebiet einer Region dar, dabei geben die Regionalpläne den Rahmen sowie die Grundsätze und Ziele der Raumordnung vor. Sie sind aus dem gemeinsamen Landesentwicklungsprogramm und dem gemeinsamen Landesentwicklungsplan (LEP B-B) zu entwickeln und vertiefen die Grundsätze und Ziele der Raumordnung. Sie konkretisieren diese für die jeweiligen Regionen zur Sicherung und Entwicklung der natürlichen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen.

Die Regionalpläne bestehen aus textlichen und zeichnerischen Darstellungen, der Maßstab beträgt dabei 1:100.000. Regionalpläne können auch in sachlichen und räumlichen Teilplänen aufgestellt werden. So gibt es derzeit für die Planungsregion Uckermark-Barnim keinen Integrierten Gesamtregionalplan. Stattdessen die Sachlichen Teilpläne "Zentralörtliche Gliederung, Siedlungsschwerpunkte und Ländliche Versorgungsorte" und "Windnutzung, Rohstoffsicherung und -gewinnung".

Instrumente des Regionalplanes sind:

Vorranggebiete gemäß § 7 (4) Nr. 1 ROG
Gebiete, die für bestimmte raumbedeutsame Nutzungen oder Funktionen vorgesehen sind und andere raumbedeutsame Nutzungen in diesen Gebieten ausschließen, soweit diese mit den vorrangigen Funktionen, Nutzungen oder Zielen der Raumordnung nicht vereinbar sind.

Vorbehaltsgebiete gemäß § 7 (4) Nr. 2 ROG
Gebiete, in denen bestimmten raumbedeutsamen Funktionen oder Nutzungen bei der Abwägung mit anderen konkurrierenden raumbedeutsamen Nutzungen besonderes Gewicht beigemessen werden soll.

Eignungsgebiete gemäß § 7 (4) Nr. 3 ROG
Gebiete, die für bestimmte raumbedeutsame Maßnahmen geeignet sind, die städtebaulich nach § 35 BauGB zu beurteilen sind und an anderer Stelle im Planungsraum ausgeschlossen werden.